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Dürre ohne Ende?

So sah es vor genau einem Jahr in der Disselmersch aus, der Lippeaue bei Lippborg: Weite Teile der Fläche standen unter Wasser, was jede Menge Vögel von der Graugans bis zum Kranich anlockte. 

Heute sieht dasselbe Gebiet dagegen von oben aus wie ein modernes Kunstwerk: Noch steht kein Tropfen Wasser auf dem Gelände, die Lippe hat einen rekordverdächtig niedrigen Pegel und von Wasservöglen keine Spur.

Das ist Pech für uns: Normalerweise versuchen Tierfilmer immer, jede Jahreszeit mindestens zweimal zu erwischen. Dann kann man zum Beispiel im zweiten Herbst der Dreharbeiten alle die Herbstbilder einfangen, die man im ersten Jahr nicht bekommen hat.

Das funktioniert diesmal nicht: Dieser Herbst sieht nämlich komplett anders aus als der vergangene. Bilder, die wir heute drehen, passen kaum an die Aufnahmen, die vor einem Jahr entstanden sind. Un d Tierbeobachtungen sind natürlich auch schwierig, weil viele Tiere fehlen. Was sollen sie auch bei uns, ohne Wasserflächen in den Auen?

Zm  Glück sind wir mit Herbstbildern ganz gut bestückt, der Herbst 2017 war recht ertragreich.

Und die Meteorologen versprechen Regen, der in den nächsten Tagen fallen soll. Das ist einerseits gut für die allerletzten Tage unserer Dreharbeiten, aber auch für die Zugvögel. Die haben Wasser noch nötiger als wir.

 

Fast so trocken wie eine Halbwüste: Die Disselmersch
Fast so trocken wie eine Halbwüste: Die Disselmersch