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Anemonen und Seesterne

In 15 Metern Tiefe bietet sich ein beeindruckender Anblick: Seesterne kriechen schneckenlangsam über den dicht mit Algen und filigranen Nesseltieren überwucherten Grund. Schwärme von emsigen Goldstriemen knabbern am Seegras, Zweibindenbrassen ziehen langsam ihre Bahnen.

Leicht zu erraten: Das alles passiert nicht in der Lippe, sondern am Mittelmeer.

Aber leider ist der Urlaub nun vorbei, und die Arbeit geht wieder los.

Wenn der Regisseur Urlaub macht, bedeutet das natürlich nicht, dass die Filmarbeit ruht: Zwei Kameraleute waren während der Ferienwochen unterwegs, damit wir auch bloß nichts verpassen.

Leider muss man feststellen, dass eine Sache mal wieder nicht geklappt hat: Obwohl uns die zuständige Biologin mit brandheißen Insider-Informationen über die flügge werdenden Eisvögel versorgt hat, scheiterten alle Bemühungen, den Auszug der Eisvögelchen aus der Bruthöhle zu filmen. Wie Kameramann Jens Klingebiel berichtete, hat wohl ein Fuchs Wind von den Küken bekommen und sie kurzerhand ausgegraben.