· 

Viel passiert

Das erste halbe Jahr des Produktionsjahres 2018 ist vorbei, Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen. 

Es zahlt sich mittlerweile reichlich aus, dass wir so viele Freunde und Naturbegeisterte getroffen haben, die uns immer dann Bescheid geben, wenn irgendwo etwas Spannendes in der Natur passiert. Es ist sogar so, dass wir längst nicht mehr überall hinfahren können, weil es leider die Physik verbietet, dass ein Körper sich an mehreren Orten gleichzeitig befindet. Trotzdem sind wir natürlich weiterhin für jeden Tipp dankbar, und wir tun alles, um die besten Geschichten tatsächlich erzählen zu können.

Da sind zum Beispiel die Haubentaucher, die uns Jürgen Thier gezeigt hat. Zur Zeit warten wir gebannt auf den Schlupf des vierten und letzten Kükens und hoffen den Zeitpunkt zu erwischen, an dem die junge Familie das Nest verlässt. Mit den beiden ersten Küken sind bereits rührende und ziemlich komische Aufnahmen gelungen.

Ziemlich groß sind auch die vier Storchenjungen in der Disselmersch: Wenn die ganze sechsschnäbelige Familie im Nest steht, herrscht ziemliches Gedränge, und wenn einer der Jungen Flugübungen macht, bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf seinen Geschwistern herum zu trampeln. Hier warten wir auch darauf, dass sich das erste Küken entschließt, in die große weite Welt aufzubrechen.

Denn auch wenn nicht jede gute Story in unseren WDR-Film passen wird, so ist ja auch noch eine erweiterte Fassung geplant, die dann gerne 80 Minuten oder länger sein darf.

Aber das Problem, dass sich viele tolle Geschichten in der Natur gleichzeitig ereignen, muss gelöst werden. Deswegen wird demnächst für eine etwas zeitraubende Geschichte ein zweiter Kameramann eingesetzt, der schon nervös mit den Hufen scharrt und loslegen möchte. Mehr über ihn und seine interessante Aufgabe folgt in einem späteren Artikel, vielleicht sogar von ihm selber.

Aber eine Sache nähert sich ihrem Ende. Im Laufe des Juli werden die (vorerst) letzten Aufnahmen von Vögeln entstehen.  Wir möchten demnächst verstärkt Säugetiere filmen und bei dem schönen Wetter ist die Flusslandschaft nach dem Sonnenaufgang in so schönes Licht getaucht. dass dringend Landschaftsaufnahmen gefilmt werden müssen.

Fazit des ersten Halbjahres: Wir haben wahnsinnig viel gefilmt (über 7 Terabytes HD-Material), aber wir sind lange noch nicht am Ende, denn die Natur an der Lippe ist so spannend und vielfältig, dass noch jede Menge Arbeit übrig bleibt!